Emil Preetorius

Emil Preetorius wurde am 15. März 1827 in Alzey geboren. Seine Eltern waren der vermögende Lederfabrikant und spätere liberale Landtagsabgeordnete Wilhelm Preetorius und seine Frau Luise.

Nachdem Emil Preetorius die Hochschulreife in Mainz erfolgreich erworben hatte besuchte er die Universitäten in Heidelberg und Gießen. Seinen Abschluss machte er im Dezember 1848 und erwarb den Titel „Doktor beider Rechte“.

Im Jahre 1853 wanderte er mit seiner Frau Magdalene nach St. Louis aus, denn nachdem der badisch-pfälzische Aufstand gescheitert war, musste das Mitglied der Studentenlegion fliehen. Da er nur über sehr geringe Englischkenntnisse verfügte ergriff er in den USA nun den Kaufmannsberuf und war nicht mehr als Rechtsanwalt tätig.

Nachdem durch eine Feuersbrunst sein Großhandelsgeschäft niederbrannte gründete er 1862 seine erste Zeitung mit dem Namen „Die Neue Zeit“. Nach der Verschmelzung mit der „Westlichen Post“ baute er dieses Blatt zur zweitgrößten deutschen Zeitung in Amerika aus.

Daneben war er auch politisch in Missouri tätig und einer der Mitbegründer der Republikanischen Partei. Außerdem bekannte er sich offen zur Abschaffung der Sklaverei, obwohl Missouri ein Sklavenstaat war.

Des Weiteren war er gegen die imperialistische Politik der USA, die sie immer offener durchführten.

Er starb im Jahre 1904.

Verfasserin: Stephanie Beckenbach
Verwendete Literatur:

  • Köhler, Manfred H.W.: Die besten Deutschen sind auch die besten Amerikaner – Zum 100. Todestag des aus Alzey stammenden Nestors der amerikanischen Journalistik Emil Preetorius (1827 – 1905). In: Heimatbuch. 2005. Landkreises Alzey-Worms. 40. Jahrgang. Alzey 2004, S. 72.
  • Scherer, Karl: Auswanderer aus Alzey im 18. Und 19. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Wanderungsgeschichte der „Pfälzer“. In: 700 Jahre Stadt Alzey. Festschrift. Hrsg. v. Friedrich Karl Becker. Alzey 1977, S. 377.